Weblogs lösen keine Probleme
Freitag, 5. Dezember 2003
ist es ihnen hier zu eklig geworden?
.

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Freitag, 6. September 2002
Phantomschmerzen
einzugestehen, wie auf dem Sofa üblich, bin ich zu verschnürt, jedenfalls vor dem dritten Glas Wein. Ich würde sagen, ich bedauerte es, wenn Knörer zwar sein exzellentes Magazin fortführte, sein Weblog aber verwaist bliebe. War nämlich eines der sechs, sieben wirklich guten, was man auch daran erkennen kann, dass es immer noch in den Linklisten steht, als ginge es morgen weiter; man will es nicht wahrhaben. Seit zwei Monaten bin ich heimlich ein noch grösserer Knörerverehrer als zuvor, weil er, stelle ich mir vor, das durchhält: Konsequent seine Sachen zu machen, ohne sich mit dem Antville-Tagesgesumm aufzuhalten. Und einfach aufzuhören, ohne diesen pathetischen Abschiedserläuterungsschmu, für den manch anderer ja fast jede Woche gut ist. Ich meine: Weblogs, Linklisten, sieben sinnlose Kommentare, dauernd in den Top25 stehen müssen - wer braucht das eigentlich wirklich? Was? Ich? Oh.

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Freitag, 5. Juli 2002
Wenn
roland zehn tage nicht postet, wenn der wörterberg sich selbst abträgt, wenn smal hartnäckig stummt, wenn nighcat sich immer längere absencen nimmt, wenn isore nicht mehr brennt, wenn wehrlos zerfleddert, wenn 24:h immer seltener spricht, wenn nachts um eins dann nicht gleich katatonische antworten kommen, wie hack jetzt ein paar tage nicht da war, wenn zwischen katatonik und hack keine komments hinhergeschoben werden, wenn hannes im nichts versackt, wenn der zirbel seit wochen nur noch traurig zu sein scheint, dass es die eine idylle nicht mehr gibt, wenn sean, ach, wenn, wenn moorbek, ach, und immer noch die links von argh, auch tot, und immer noch diese verdammten blackwhiteandbluephantomschmerzen, und ach, das alles,

ich will euch dann ja immer emails schicken, ob ihr noch lebt, aber dann: es wären immer nur diese emails, die euch immer nur weiter umzingeln würden, liebe, ekel, ekel, liebe,

und ich glaube: ihr wisst gar nicht: wie es ist, dass es manchmal so ist: als wäre es wichtig: dass es da:hier:irgendwo noch so was:wie menschen:ach pathos:gibt, irgendwas anderes jedenfalls als : es sonst gibt : da:hier:überall : als könnte man reden, noch: hören: mit menschen : als wären sie : freundlich vernünftig einen umwerfend : sogar besser als bücher : oft jedenfalls

wollte ich nur mal sagen. in den ekel hinein.

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Last modified: 05.07.2002, 16:05
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in den ekel hinein – soll ich da gehen oder fliegen? als ob alles davon...
by yvonne erber (18.11.2007, 18:22)
ist es ihnen hier zu eklig geworden? .
by rosine (05.12.2003, 09:22)
Re: Re: Phantomschmerzen Danke natürlich, herzlich. Warum es nicht weiterging, ist so ohne weiteres nicht...
by knoerer (07.09.2002, 07:31)
Re: Phantomschmerzen Ja. Knörer fehlt. Ich wünsche auch, er käme zurück.
by gHack (06.09.2002, 22:05)
Phantomschmerzen einzugestehen, wie auf dem Sofa üblich, bin ich zu verschnürt, jedenfalls vor dem dritten...
by mv (06.09.2002, 21:59)
"argh, auch tot" ... ... zumindest das stimmt seit gestern nicht mehr so ganz.
by argh (18.07.2002, 01:18)
inspiriert... durch diesen eintrag habe ich noch mal richtig reingehauen heute. wheee... das macht spass!!!!...
by tgenter (11.07.2002, 14:03)
jösses, es praschlt wieder Herr Praschl, Sie müssen auch mal Urlaub machen. Ohne Internet. 12...
by ute (11.07.2002, 11:03)
aih... ... wie herzzerreißend ... ;.(
by tgenter (11.07.2002, 10:41)
auch nö. bin manchmal als der leser ganz froh übers schreiben-aufhören. benutzen sie bitte mehr...
by tobi (06.07.2002, 12:44)
äh. schreiben darf man über alles. auch über den ekel zu schreiben, den weblogekel, den...
by praschl (05.07.2002, 18:52)
mir ist die widersprüchlichkeit dieser doofen pausenankündigung schon klar und werde sowas auch nie wieder...
by smal (05.07.2002, 18:38)
heyheyhey a) da man über alles schreiben kann und darf, ist das schreiben übers nicht-schreiben...
by smal (05.07.2002, 17:41)
hmm was ist dann unter "ein paar tage pause machen" zu verstehen? ein anderes weblog...
by tobi (05.07.2002, 17:40)
Danke! Wäre ein gutes Schlusswort. Überhaupt: selbstreferenzierter ekel!
by Hartz (05.07.2002, 17:40)
nö es geht nicht um antville.org oder um sonstwo(?), nur um den text oben. nichtsdestotrotz...
by tobi (05.07.2002, 17:37)
versteh nicht ganz was du meinst, mit der suppe. ich hab nicht den eindruck, dass...
by katatonik (05.07.2002, 16:58)
na he Sprachlogischer Schärfenzieher? Trainingsgerät? Mon dieu! Den Ekel kann ich auch nicht nachempfinden, eher...
by katatonik (05.07.2002, 16:55)
da schliesse ich mich gHack an: schreiben oder nicht schreiben! das einzig ekelige ist, übers...
by Chronistin (05.07.2002, 16:42)
wäh! mir wird diese suppe, oder besser: dieser eigene saft, langsam zu dick, zu zähflüssig....
by tobi (05.07.2002, 16:39)
Das finde ich ja gerade gut, dass man auf seine eigenen Sprachstereotype hingewiesen wird....
by gHack (05.07.2002, 16:29)
Ekel Hm. Sehr freundlich! Also, bei mir gibt es diesen Ekel nicht. Wenn mir nichts...
by gHack (05.07.2002, 16:27)
Das ist kein Ekel vor der Masse, das ist Ekel vor einem selbst. Vor der...
by bov (05.07.2002, 15:30)
Wenn roland zehn tage nicht postet, wenn der wörterberg sich selbst abträgt, wenn smal hartnäckig...
by praschl (05.07.2002, 15:18)
Wie lange hält man Ekel durch? Und wann setzt der Ekel vor dem Ekel wieder...
by praschl (05.07.2002, 15:02)

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